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Vorwort zur neusten Auflage

Version 3 vom September 2010

Vorwort

Der Begriff „Best Practice“ dient als Oberbegriff für die Verbesserung von Prozessen hinsichtlich Qualität, Effizienz und Output. In der Übertragung auf das Gesundheitswesen kann „Best Practice“ als direkter Rückgriff auf eine solide Evidenzbasis oder als Entscheidungsfindung aufgrund von evidenzbasierten Empfehlungen definiert werden“ (Perleth, Jakubowski, & Busse, 2000, S. 741). Das Ziel von Best Practice Vorgehensweisen ist die Patientenversorgung zu optimieren.

Obwohl die Forderung unbestritten ist, dass Pflege auf der bestmöglichen Evidence zu basieren hat, ist dieser nicht einfach nachzukommen.

Im Bereich des Gesundheitswesens werden jedes Jahr eine Fülle von neuen Erkenntnissen publiziert. Für die Pflegefachpersonen in der direkten Pflege, aber auch für Berufschullehrerinnen ist es eine Herausforderung sich einen Überblick zu verschaffen, möglichst hohe Evidence für ein bestimmtes pflegerisches Problem zu finden, diese dann zu beurteilen und auf die individuelle Situation zu übertragen.

In diesem Themenordner bildet die Pflegeforschung einen Schwerpunkt, weil sie Ausgangslage für evidence-basierte Pflege und Forschungsanwendung ist. In der dritten Auflage wird auf die Schweizerische Forschungsagenda SRAN hingewiesen mit den sieben wichtigsten Forschungsschwerpunkten bis 2017.

An dieser Stelle soll jedoch einmal mehr darauf hingewiesen werden, dass Forschung, neben den Patientenpräferenzen, der klinischen Expertise und den lokalen Ressourcen nur einen Teil von evidence-based Nursing ausmacht.

In der dritten Version wird auf ein Einschätzungsinstrument für die Patientenpräferenzen mit einer ersten Studie hingewiesen.

In der zweiten und dritten Version des Themenordners wurden die Gütekriterien der quantitativen und qualitativen Forschung ergänzt. Gütekriterien spielen eine zentrale Rolle in der Beurteilung von Forschungsartikeln.

Der Themenordner wurde mit dem Kapitel „Guidelines“ und einem Unterkapitel „Finden der besten Evidence“ ergänzt und in der dritten Version aktualisiert. Guidelines gelten heute als eines der wichtigsten Hilfsmittel, um eine optimale Patientenversorgung zu erreichen. Sie gelten als vorbearbeitete Evidence auf dem höchsten Level und können auch im Unterricht als gute Basis dienen.

Version 1 und 2 wurde erarbeitet von Eliane Gugler

Für Version 3 verantwortlich Elisabeth Schori

September 2010